Das Dorf Marborn ist über tausend Jahre alt. In seiner Geschichte wurde es hauptsächlich von kirchlichen Einflüssen geprägt. So war Marborn bis zur Gründung einer eigenständigen katholischen Kirchengemeinde im Jahre 1814 an die Großpfarrei Salmünster gebunden. Vierzig Jahre später allerdings bekam die Marborner Gemeinde einen eigenen Betsaal, erst 1894 einen eigenen Seelsorger. Die Marborner Kirche „Unbefleckte Empfängnis“ wurde im Jahr 1898 eingeweiht und der Muttergottes geweiht.

Der Name des Dorfes leitet sich vom „Marienborn“, einem kleinen Brunnen in der Mitte des Ortes, ab. Daneben befindet sich heute auch die vor einigen Jahren erbaute, sehenswerte Mariengrotte. Im Rahmen der Dorferneuerung wird die Dorfmitte rund um den namensgebenden Brunnen aktuell verschönert. Unter anderem entsteht dort ein Wasserspielplatz. Der unterhalb des Marienborns gelegene „Bayrische Hof“, dessen Speisen weit über Marborn hinaus einen guten Ruf genießen, errichtet daneben einen Biergarten.

Im April 1945 drangen die amerikanischen Truppen über Marborn hinunter ins Kinzigtal vor. Die Flüchtlingswelle nach Kriegsende machte auch vor dem am Südhang des Vogelsberges liegenden Dorf nicht halt, sodass 1950 von insgesamt 590 Einwohnern über hundert „Neubürger“ gezählt wurden.

In den 70er Jahren wurde Marborn im Zuge der Gebietsreform der Nachbarstadt Steinau an der Straße zugewiesen und eingemeindet. Im selben Zeitraum wurden auch die ersten Schüler nicht mehr in Marborn eingeschult, sondern mussten nach Steinau gehen.

Heute zählt Marborn 954 Einwohner und ist ein schönes, kleines Dorf mit vielen neuen Häusern. Die Marborner sind stolz auf ihre Dorfgemeinschaft und ihre aktiven Vereine. 2007 wurden sie in das Hessische Dorferneuerungsprojekt aufgenommen. Seitdem sind ein Trägerverein für die geplante Bürgerbegegnungsstätte und etliche Verschönerungsmaßnahmen im Dorfkern entstanden. Erhofft wird sich von der Dorferneuerung, auch in Zukunft ein aktives Dorf mit attraktivem Freizeitangebot für seine Bürger zu bleiben.

Quellen: Wikipedia und Stadt Steinau an der Straße (www.steinau.eu )